Text vergößern? Drücken Sie auf der Tastatur gleichzeitig  Strg  und  Plus


Logo Bestattungshaus Haller

 
 
 
 
 
 
Telefon: 0711 · 722 09 50
 
 

 

Im Trauerfall
 


D
ie Zeit danach

 

Zur Trauerfeier
 


B
iographien

 

Vorsorge
 


Ü
ber uns

 

Veranstaltungen
 


L
ange Nacht der Museen

 

Alles im Überblick
 


I
mpressum und Kontakt

 

Einen Nachruf halten

 

Den meisten Menschen erscheint die Aufgabe einen Nachruf für einen Freund, einen Arbeits- oder Vereinskollegen zu halten, unglaublich schwierig.

Die Angst vor den eigenen Gefühlen, der sichtbare Schmerz der Anderen und schon alleine das öffentliche Reden ist für viele Menschen ein wenig überwältigend. Wir möchten Ihnen hier auf diesen Seiten Mut machen, es dennoch zu tun und Ihnen ein paar Hinweise geben wie Sie diese, eigentlich sehr schöne Aufgabe, stilvoll meistern können.

 

Der Anfang

Beginnen Sie in dem Sie die Trauergemeinde direkt ansprechen:

„Liebe Frau …Lieber Herr..." Zuerst nennen Sie die Ehepartner. Vergessen Sie nicht Kinder und Eltern zu erwähnen.

Dann folgen Freunde und Kollegen.

„Liebe Freunde und Kollegen von …“

 

Das Ende

Enden Sie mit dem, was bleibt.

„Sie wird in unseren Gedanken immer bei uns sein.“

„Wir werden ihn vermissen.“

„Wir werden ihr Werk in ihrem Sinne fortführen.“

Beim Weggehen vom Pult ist es guter Stil, wenn Sie vor dem Sarg noch einmal inne halten, sich vielleicht verneigen.

 

Das Stück in der Mitte

Es wird von Ihnen nicht erwartet, dass die den Tod deuten oder eine philosophische Ansprache halten.

Ihre Aufgabe ist es, den Verstorbenen zu würdigen, seine Persönlichkeit, seine Eigenheiten, seine Besonderheiten in Erinnerung zu rufen.

„Ich erinnere mich wie…“

„Ich weiß noch, als er zum ersten Mal in mein Büro kam …“

„Ich werde niemals vergessen, wie er…“

„Wenn sie lächelte, zeigten sich immer Grübchen.“

„Für uns war er immer…“

Sie dürfen gerne besondere Leistungen zum Ausdruck bringen und Ihre Dankbarkeit ausdrücken.

„Für seine Führung, seine Inspiration, seinen Humor sind wir sehr dankbar.“

„Ohne sie wären wir nie geworden, was wir sind.“

Und auch Einzigartigkeiten:

“Keiner konnte so lachen wir er.“

 

 

In der Vorbereitung,

 fragen Sie sich: „Was werde ich vermissen?“

Und auch „Was werde ich nicht vermissen?“,   „Was war so Besonders an ihm, so eigen an ihr?“

„Welche Situationen waren einfach typisch für ihn oder sie?“, „Wo ist er immer gesessen?“, „Was haben Sie gemeinsam gemacht?“,  „Wofür konnte er sich begeistern, worüber hat sie sich geärgert?“ und „Was habe ich ganz persönlich immer an ihr geschätzt?“

Ein guter Nachruf ist nicht eine Liste von Lebensdaten, vom Bewertungen der Arbeitsleistung oder Auflistung von Auszeichnungen.

Ein guter Nachruf ist persönlich. Er drückt Wertschätzung aus.

Das Tröstliche für die direkten Angehörigen sind vor allem die Worte der Liebe. Es tut gut zu spüren, dass andere Menschen diesen Menschen auch geliebt haben.

Noch ein paar Tipps

Sagen sie nichts, was nicht wahr ist. Lassen sie es lieber weg.

Halten Sie keinen Nachruf für jemanden, den Sie nicht mochten. (Julius Cesar soll seinem Erzfeind den Auftrag gegeben haben, seinen Nachruf zu halten. Er wusste warum.)

Üben Sie die Rede

Halten Sie sie ein oder zwei Mal zu Hause, lesen Sie sie laut vor.

Dann sind Sie emotional auf Ihre eigenen Gefühle beim Sprechen eingestellt und werden von ihnen nicht so sehr überrascht. Auch wenn Sie zu Hause weinen beim Reden und denken es ginge nicht, sie werden die Rede besser halten können.

Lassen Sie Redner oder Pfarrer wissen, dass Sie einen Nachruf halten werden.
Am besten ist es, wenn sie diesen schon vorab zufaxen können. Dann kann er oder sie den Nachruf am richtigen Platz mit einbringen, Bezug darauf nehmen und vermeiden, dass er einfach noch einmal das Gleiche sagt
 

Wenn Sie den Verstorbenen nicht persönlich kannten sondern, in Ihrer Aufgabe als Betriebsrat den Nachruf schreiben und halten müssen, widerstehen Sie der Versuchung, die Personaldaten des Verstorbenen aus der Akte zu übernehmen und vorzulesen! Machen Sie sich die Mühe mit den Menschen zu reden, die ihn oder sie kannten. Das tut den Betreffenden gut und Sie werden überrascht sein, wie schön und wie heiter diese Gespräche sein können.

 

Hören Sie den Geschichten zu. Diese erzählen ihnen mehr über den Verstorbenen, als 1000 Personaldaten.

Sie dürfen in der Rede ruhig sagen, dass Sie den Verstorbenen nicht kannten, aber das sie sich haben sagen lassen, dass …

Erwähnen Sie mit einem Satz, wer Sie sind:

„Als sein Vorgesetzter hatte ich täglich mit ihm zu tun.“

„In meiner Rolle als Betriebsrat spreche ich heute im Namen der ganzen Belegschaft.“

Sonst beschäftigen sich Ihre Zuhörer mehr mit der Frage, wer Sie sind, als was Sie sagen.

Wenn Sie den Nachruf schreiben, konzentrieren Sie sich nicht auf die Daten, sondern auf die Person.

Drucken Sie Ihren Nachruf in großen Buchstaben aus (15 Punkt) und formatieren Sie den Text so dass er nur 10 cm breit ist. 10 cm kann man mit einem Blick erfassen und lässt sich leicht lesen. Wenden Sie die Blätter nicht, sondern schieben Sie sie zu Seite, dann sieht man das Papier nicht.
 

Schauen Sie sich die Feierhalle zuvor an.
Stellen Sie sich ruhig an das Pult um ein Gefühl zu bekommen. Beim Reden blicken Sie vom äußersten rechten Winkel zum äußersten linken, damit sich an den Seiten keiner ausgeschlossen fühlt.

 

Unseren Trauerknigge finden Sie hier...

 

 

 

 
     

 

 | Zurück zur Hauptseite |

Kontakt:  Bestattungshaus Haller  ·  Obere Weinsteige 23  ·  70597 Stuttgart  ·  Telefon: 0711 · 722 09 50  ·  ratundhilfe@bestattungshaus-haller.de

   DirektLinks:  Offene Stellen · Wer wir sind · Trauermusik · Leitfaden zur Urnenbeisetzung · Unsere freien Redner · Bestattungsformen & Kosten