Sarg es selber III
Ganz normale Menschen. Man begegnet ihnen in der U-Bahn, auf dem
Schlossplatz, beim Sport. Sie sind Stuttgarter. Nur eines macht sie anders: Sie haben ihre eigenen Särge
gestaltet. Über Tage und Wochen haben sie geschuftet, haben gemalt,
geklebt und gesprüht und vor allem immer wieder ihrem Umfeld
erklären müssen: Ich arbeite an meinen Sarg.
Dabei entstanden Graffiti Kisten, Sandstrände, segelnde Schiffe,
Eier in Nestern, Regenbogensärge, Himmelische Betten und hölzerne
Erinnerungsvitrinen.
Die Gegenstände sind spannend, einladend schräg, sentimental,
provokativ. Noch spannender aber sind die Entwicklungen, die
lebendigen Gespräche, die Auseinandersetzung mit dem Wirklichen und
dem Wichtigen im Leben, mit dem Jetzt und dem Danach, mit dem Sein
und dem vielleicht-nicht-mehr Sein.
Gezeigt wurden die Särge an der Langen Nacht der Museen im
Abschiedshaus.
Wir bedanken uns bei 1.200 Besuchern für interessante Gespräche,
heitere Momente, gute Fragen und herzliche Begegnungen.
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Jaanas Regenbogensarg

„Somewhere over the rainbow way up high, there‘s a
land that I heard of once in a lullaby." Fraglos soll Jaanas Sarg
dieser Hoffnung Zeuge sein.
Jaana Lang,
Grundschulkonrektorin, Bastelkönigin
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Sabines FederNest
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Inkens SargPiktorium
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Geborgen in einem Meer von
Federn, umringt von heimischer Natur, möchte Sabine ihren letzten
Weg in sanfter Fötuslage erkunden.
Eigenhändig und mühevoll angefertigt aus Weiden, Ästen und
Gräsern, Pappmasché, Gänse- und Schwanenfedern.
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Was bleibt, sind die Erinnerungen an die
gemeinsamen Erlebnisse und die Bilder davon, die Inken an ihrer
Trauerfeier „verteilt".
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Sabine Kuster, Sozialwirtin (FH)
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Inken Gaukel,
Architekturhistorikerin, Agnostikerin
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Dagmars Rollerkiste
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Katrins Strand der Erinnerungen
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Ausdruck eines ganz modernen Lebensgefühls ist
Dagmars coole Graffiti-Kiste.
Auf Rollern ins Jenseits und vielleicht auch wieder zurück. Wer
weiß das schon?
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Entlang des Strandes der Erinnerungen findet sich
viel Gutes, das auch durch das Schwere trägt. Dieses Wissen setzt
Katrin in ihrem Sarg um.
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Dagmar Brüssau,
Marketing-Kommunikationswirtin, Rollergirl
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Katrin Beutenmüller,
Hausfrau, Mutter, Trauerbegleiterin
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Ramonas Abenteuersarg
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Carolines Wolkensarg
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Wer weiß, was man nach dem Tod noch so alles
erleben kann? Mit dieser Offenheit hat Ramona ihren Sarg gestaltet.
Er spricht von Freiheit und Abenteuer und von dem großen
Unbekannten.
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Am Ende gehts in den Himmel oder zumindest ganz
nach oben.
Aber der Weg dorthin führt durch viele Baumärkte, um erst mal
die richtige Farbe für den Sarg zu bekommen.
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Ramona Baumgärtner,
Krankenpflegeschülerin
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Caroline Bühler,
Krankenpflegeschülerin
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Sarg es selber III ist die Fortführung der Ausstellungen von
2010 und 2011 an denen Mitarbeiter des Hauses Haller und Menschen,
die beruflich mit dem Tod zu tun haben ihre ganz eigenen Särge
gezeigt haben.
Und hier finden sie einen
Erfahrungsbericht
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