Vor der Trauerfeier können
Sie...

...zur Besprechung für die
Trauerrede Freunde und andere Verwandte mit einladen.
Freunde haben manchmal einen ganz
anderen Blick auf den Verstorbenen. Das kann oft sehr hilfreich sein. Denn jeder
hat seine eigene Beziehung mit ihm und das gemeinsame Gespräch kann manchmal
sogar Familien zusammen bringen und Wunden heilen.
...den Verstorbenen offen
aufbahren lassen.
Offene Aufbahrungen haben oft einen
beruhigenden Charakter. Es kann hilfreich sein, dem Verstorbenen ins Gesicht zu
blicken, zu berühren, mit ihm zu reden, seinen Frieden zu spüren. Es macht
den Tod be-greifbar und kann helfen ihn anzunehmen.
...der Verstorbenen Ehering und
Ohrringe selbst abnehmen, den Sarg selbst schließen.
Es kann eine liebevolle letzte Geste
sein, die den Tod auch noch ein Stück mehr bewusst macht.
...Totenwache halten.
Ein Ritual, das sich seit
Jahrtausenden bewährt hat: den Verstorbenen abends und nachts besuchen,
gemeinsam bei ihm sein, sich abwechseln, sich treffen, den Verstorbenen mit
einbeziehen, mit ihm und über ihn reden, vor allem wenn die Nächte schlaflos
sind. *
...den Sarg bemalen oder
verzieren.
Besonders bei jungen oder sehr
kreativen Menschen ist dies eine der Person entsprechende Möglichkeit, die auch
für die Hinterbliebenen sehr heilsam sein kann.*
...die Urne selbst gestalten
Sie können von uns
Urnen aus
Pappmachee erhalten, die sie selbst gestalten können, bemalen, mit Seidenpapier
bekleben oder mit Stoff überziehen.
Wir geben Ihnen ein Paket in dem alles enthalten ist: Grundierung, Lack,
Kleister, Anweisungen und Anregungen.
...Bilder machen und Totenmasken
anfertigen (lassen).
Viele Angehörige berichten, dass sie
die Photographien und Totenmasken des Verstorbenen als sehr tröstlich empfinden.
...den Verstorbenen mit uns
versorgen
Beim Versorgen des Verstorbenen,
beim Ankleiden und beim Einbetten in den Sarg können Sie gerne zugegen sein und
wenn Sie möchten mithelfen.
(Wir bieten auch an, dass verstorbene Frauen von Frauen versorgt werden können.)

Nach der Trauerfeier können
Sie...

gemeinsam Essen oder
Kaffeetrinken gehen, Geschichten aus dem Leben des Verstorbenen erzählen und
Photoalben ansehen.
-
gemeinsam spazieren gehen.
-
am Jahrestag eine kleine
Gedenkfeier halten oder eine Messe lesen lassen.
-
immer wieder bewusst
Trauermomente in den Alltag einbauen; gemeinsam Kerzen anzünden, Gedichte lesen,
Bilder ansehen.
-
mit anderen Trauernden, bei
unserem monatlichen Treffen reden, Erfahrungen austauschen, vielleicht ein
wenig weinen und lachen. Unsere Kulturveranstaltungen besuchen.
Einmal im Monat laden wir Angehörige
zu unserem Trauercafe ein: zu einer Tasse Kaffee und einem
Stück Kuchen oder einem Viertele und einer Brezel und vor allem: zu Gesprächen.
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Während der Trauerfeier können
Sie...
...verschiedene Rituale in die
Trauerfeier mit einbauen, wie...
...ein Kondolenzbuch auslegen, in
das die Trauergäste ihre Namen oder persönliche Gedanken schreiben können.
...ein Bild des Verstorbenen oder
eine Kollage mit Bildern in der Feierhalle oder am Eingang aufstellen.
...den Verstorbenen mit seinen
Interessen und Hobbys darstellen; Bilder, Gedichte, Modelflugzeuge oder
andere wichtige Gegenstände bei der Trauerfeier ausstellen.
...die Trauerrede selbst halten
oder von verschiedenen Freunden und Verwandten halten lassen. (Sie sollten
allerdings immer einen Leiter haben, der nicht emotional betroffen ist und
der durch die Trauerfeier führt.)
...Musik auswählen, die dem
Verstorbenen entspricht. Sie sind nicht an die traditionellen Orgelstücke
gebunden. Auf allen Friedhöfen können CD-Spieler bedient werden. Sehr schön
sind auch Trompete, Flöte oder Gitarre.
...verschiedene Gebete oder
Elemente der Stille in die Trauerfeier mit einbauen: Stilles Gebet,
Gedenkminute, Vater Unser gemeinsam oder nur von einer Person beten lassen.
Vorgelesene Gebete, Kindergebete oder Gute-Nacht-Gebete können oft sehr
bewegend sein.
...einen oder mehrere Texte lesen
lassen. Das können Texte aus der Bibel sein, Gedichte oder auch andere
Texte, die für den Verstorben oder Ihre Beziehung zu ihm wichtig waren.
Diese Texte können auch von verschiedenen Personen gelesen werden. Eine
besondere Bedeutung haben häufig Tauf- und Trautexte, die den Menschen
durchs Leben begleitet haben.
...gemeinsam Abendmahl halten.
...Bilder, Briefe, sonstige
wichtige Gegenstände mit in den Sarg legen oder legen lassen.
..jedem Trauergast eine Kerze
geben, der sie anzündet und vor den Sarg stellt.*
...jeden Trauergast eine Rose vor
den Sarg legen lassen.
...jeden Trauergast einen Brief
mitbringen lassen, den sie vor den Sarg legen. Diese können bei einer
Feuerbestattung später dem Sarg beigegeben werden und bei einer
Erdbestattung in das Grab gelegt werden
...jedem Gast einen
Sonnenblumensamen mitgeben, als Zeichen der Hoffnung.
...jedem Trauergast eine Rose
mitgeben, als Symbol für Liebe, Schönheit, Schmerz und Vergänglichkeit.
...Während der Musik oder als
Abschied einander an die Hände fassen (auch geeignet anstelle von
Beileidsbekundungen).
...ein Musikstück am Grab und beim
Versenken des Sarges spielen lassen.
...Erde, Blumen, Briefe, Fotos nach
dem Versenken des Sarges zum Abschied ins Grab werfen.
...Sie können auch die Trauerfeier
auf Video aufnehmen oder die Rede auf CD oder Kassette aufnehmen lassen.
(Bitte beachten Sie, dass einige
Rituale nur in unseren Räumen im Stammhaus in der Oberen Weinsteige 23,
Degerloch
und im Abschiedshaus, Türlenstraße 36, Stuttgart-Mitte, möglich sind, da auf
einigen Friedhöfen aufgrund er Empfindlichkeit des Bodens keine Wachskerzen erlaubt
sind.)

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